Dem Genießer vorbehalten: Kaffee heute

Manche Getränke sind einfach mehr als bloßes Durststillen. Sie sind Geschmackssinfonie und Genusserlebnis, Kultur und Klasse. Was Weintrinker schon lange wissen, lernen Kaffeetrinker erst heute.

Filterkaffee
Der Trend geht zum Filterkaffee – Kaffee für Genießer.

Die Werteoffensive beim Kaffeetrinken

Vor wenigen Jahren noch galt die obligatorische Tasse Kaffee am Frühstückstisch dem Wachwerden. Kaffee wurde auf seinen Inhaltsstoff Koffein reduziert und „Kaffeetrinker“ durfte sich jeder nennen, der täglich zu der ein oder anderen Tasse der schwarzen Flüssigkeit griff. Von Genussmoment keine Spur. Auch für das Herkunftsland der edlen Bohne hatte man keinen Sinn; ob aus Brasilien oder Äthiopien war nicht von Interesse.

Seit geraumer Zeit geht allerdings ein Ruck durch die Konsumgesellschaft. Sie besinnt sich auf Werte wie Nachhaltigkeit, Bewahrung, Qualität, Respekt und Achtung. Dass auch der Kaffeekonsum davon betroffen ist, hat vor allem zwei Gründe:

Die Hürde vom einfachen Produkt zum wertvollen Gut ist bei Kaffee relativ niedrig: Im Gegensatz zu anderen Konsumgegenständen des täglichen Gebrauchs haftet ihm per se schon etwas Edles an. Zwar können Eilige eine Tasse Kaffee in einem Zug leeren, doch hat es den Anschein, als würde die Bohne selbstbewusst ihren Raum für sich beanspruchen. Kaffee benötigt einfach seine Zeit zur Geschmacksentfaltung und schon bevor die Packung ihren Platz in unserem Küchenregal einnimmt, hat sie bereits eine weite Reise zurückgelegt.

Dass der Bohne aufgrund ihrer Herkunft und Verarbeitung etwas Besonderes anhaftet, ist jedoch nicht der einzige Grund für ihren Aufstieg in den Genussolymp. Schließlich musste Kaffee zunächst einmal in den Fokus des Konsumenten-Interesses gelangen. Kaffee wieder zu einem wertvollen Gut avancieren zu lassen, dem man mehr als fünf Minuten zwischendurch widmet, ist ein schwieriges Unterfangen. Einige kleine, feine Röstereien und Kaffee-Vertriebe arbeiten hart an dem Ziel, Kaffee in unserer modernen, stets gehetzten Gesellschaft einen Genussstatus zu verleihen.

Coffee Circle Gründer
Die Gründer von Coffee Circle: Moritz Waldstein, Robert Rudnick, Martin Elwert (von links nach rechts).

Sirup-Macchiato war gestern, heute wird gefiltert

Ein Beispiel für solch einen Genuss-Beförderer ist das noch junge Berliner Unternehmen Coffee Circle. Es ist 2010 an den Start gegangen und verkauft seither übers Internet hochwertigen Kaffee aus Äthiopien. Handverlesen, persönlich ausgewählt und direkt vor Ort beim Bauern eingekauft. Die drei Gründer der Kaffee-Bewegung überlassen nichts dem Zufall, schon gar nicht die Qualität ihrer Spitzenkaffees.

Sich gegen die Global Player im Kaffeemarkt zu behaupten, geschieht zum einen über Qualität, zum anderen über Image. Coffee Circle wirkt menschennah und sympathisch. Der Verbraucher ahnt, dass bei der Gründung des Unternehmens eine ganze Portion Idealismus dabei war. Ein Merkmal, dass große Kaffeeimporteure in ihren Marketingkonzepten vermissen lassen und den werteorientierten Konsumenten direkt auf den Online-Shop des vergleichsweise kleinen Kaffee-Unternehmens treiben.

Schüler in Äthiopien
Ein Projekt von Coffee Circle: Eine Grundschule für rund 1000 Kinder zweier Kafffeebauern-Kooperativen.

Nicht nur die Bio-Qualität der Bohne spricht für den Coffee-Circle-Kaffee, sondern auch das Nachhaltigkeits-Konzept der Firma: Pro verkauftem Kilo Kaffee fließt ein Euro in soziale Entwicklungsprojekte in Äthiopien, welche von den Kaffee-Machern eigens angestoßen wurden. Den Status der einzelnen Projekte kann der interessierte Käufer sogar „live“ auf der Website der Firma verfolgen. Nachhaltigkeit und Social Responsibility funktionieren bei Coffee Circle also ganz ohne Zertifikat und Siegel, dafür aber mit jeder Menge Glaubwürdigkeit und Kundennähe.

Letztlich verkauft Coffee Circle mehr als qualitative Bohnen. Mit einer Packung äthiopischen Hochlandkaffees erhält der Konsument die Lizenz zum Genießen. Diesen Kaffee lässt man nicht hastig durch die Kehle rinnen, sondern zelebriert ihn: ohne Sirup, Milchschaum und löffelweise Zucker, dafür aber mit Charakter.

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Bilder: Ⓒ Coffee Circle

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